JUGEND FORSCHT
Leitung: Dipl.-Biol. Marianne Demuth-Birkert & Jürgen Harms
Jugend forscht 2007 – Cassebeer-Jugendgruppe „Fingerabdruck der Gelbbauchunke“: 1. Preis Regionalwettbewerb, 3. Preis Landeswettbewerb
Bereits im Jahr 2005 hatte das Team beim Regionalwettbewerb Hessen Mitte in der Altersklasse “Schüler experimentieren” die Jury überzeugt und den 2. Preis erreicht. Die Jugendlichen haben ihr Projekt zur Individualerkennung der Amphibienart fortgeführt und 2007 erstmals in der Altersklasse “Jugend forscht” teilgenommen. Sie legten einen umfangreichen Katalog individuell fotografierter Gelbbauchunken an. Um die Wiedererkennung eines Individuums (Individualidentifikation) im Katalog zu erleichtern, wurde ein Code-Schlüssel bzw. Bestimmungsschlüssel entwickelt. Mit den Ergebnissen konnten ferner die Populationsgröße bestimmt und Aussagen zur Populationsstruktur im Untersuchungsgebiet gemacht werden. Angaben über Populationsgrößen der Gelbbauchunke liegen in Hessen nur begrenzt vor. Die Individualität der Arbeit und die wissenschaftliche Vorgehensweise überzeugten die Jury und führten zu den o.g. Preisen.
Jugend forscht 2007 – Kooperationsprojekt mit Ludwig-Geißler-Schule, Hanau „Beweidung mit Galloways im NSG Röhrig von Rodenbach“: 2. Preis Regionalwettbewerb

Laubfrosch Hyla Arborea
Schüler/innen der gymnasialen Oberstufe der Ludwig-Geißler-Schule (LGS) in Hanau führen seit 2006 ein Jugend forscht-Projekt im Naturschutzgebiet „Röhrig von Rodenbach“ durch. Ziel des Projektes ist es, die Auswirkungen der Beweidung mit Galloway-Rindern auf die Wasserqualität, Bodenstruktur, Fauna und Flora von Gewässern festzustellen. Betreut wird das Projekt durch Marianne Demuth-Birkert (Lehrerin LGS) und Jürgen Harms (HGON; beide Leitung des Projektes „Amphibienschutz & Jugend“). Erste Ergebnisse: Seit 2005 ist der Laubfrosch (Hyla arborea) im NSG wieder ansässig, die Populationsgröße nimmt von Jahr zu Jahr zu. Die Art benötigt flache, sonnenexponierte Laichgewässer im Rohbodenstadium. Letztes wird durch die Tritteinwirkung der Rinder begünstigt. Außerdem wurde der Wasserschlauch (Utricularia vulgaris/australis) nachgewiesen, eine tierfangende Pflanze nicht nur nährstoffarmer Gewässer. Sandra Cibis und Christian Görge stellten die ersten Ergebnisse ihres Projektes beim Regionalwettbewerb von “Jugend forscht” im Februar 2007 vor. Sie überzeugten die Jury durch ihre wissenschaftliche Vorgehensweise sowie die Empfehlungen für den angewandten Natur- und Artenschutz und erreichten den 2. Preis. Das Projekt wurde von den Schüler/innen Sandra Cibis, Philipp Stier und Miriam Schäfer fortgeführt und wurde am Donnerstag, 28.02.2008 (ab 14 Uhr öffentlich) beim regionalen Jugend forscht-Wettbewerb, ausgerichtet durch “sanofi aventis” in Frankfurt-Höchst, präsentiert.

